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Ein paar Tage später werden in der Heilig-Herz-Kirche
in der Bronx nicht weit vom Yankee-Station Marco Bonnazza aus dem italienischen
Brescia und John Gibson aus Chicago in die Soutane gekleidet und legen
ihr erstes Gelübde ab. Sie haben sich entschlossen, Priester des
Ordens der Missionare der Nächstenliebe zu werden.Damit fügt
die Nonne, die im Zug nach Darjeeling den Ruf vernahm und eine weltweite
Gemeinschaft von 3000 Schwestern und einer rasch wachsenden Zahl von
Brüdern und Postulanten begründet hat, ihrer Geschichte ein
neues Kapitel an. Mit dem Segen des Vatikans ist sie dabei, einen priesterlichen
Zweig aufzubauen, dessen Angehörige "in den Kalkuttas ihrer
Gemeinden" die Sakramente spenden und Seelen gewinnen sollen.Diese
Priester werden auch reisen. Sie werden zu den Männern und Frauen
in den Heimen gehen, in den AIDS-Hospizen Beistand leisten, in Suppenküchen
die Messe lesen. Sie werden Bewegungsfreiheit haben "je nach Bedarf".
Erste Planungen liegen bereits vor, die Gemeinschaft auch auf die USA,
dann auf Mexiko und ganz Mittelamerika zu erweitern.
Nachdem die beiden jungen Männer ihr Gelübde abgelegt haben, spricht Mutter Teresa zu der versammelten Gemeinde. "Ich habe euch kein Gold und kein Silber anzubieten", sagt sie. "Aber hier sind diese, die ihr Leben der Aufgabe weihen, die Liebe Gottes unter euch zu etwas bringen. Mein Gebet ist, dass ihr mit ihnen zusammen etwas Schönes für Gott schafft: dass in dieser schönen Stadt kein Mann, keine Frau, kein Kind sich mehr unerwünscht, ungeliebt fühlen muss." |
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